Diätassistentin mit Haftnotizen zu Probiotika, Präbiotika, Mikrobiom und Darmgesundheit

Vorab: Ich bin Diätassistentin – klingt nicht sexy,  ist aber ein staatlich anerkannter Heilberuf, mit fundierter medizinisch-ernährungswissenschaftliche Ausbildung. Was ich hier teile, basiert auf echtem Wissen. Kein Influencer-Halbwissen, keine Verkaufsabsicht. Bei mir gibt es  keine angesagten Trends, sondern evidenzbasierte Beratung – individuell auf dich zugeschnitten.

Was mich an meinem Beruf u.a. fasziniert: immer wieder festzustellen, was für ein Wunderwerk unser Körper ist und was er Tag für Tag für uns leistet– oft ganz still und selbstverständlich. Und du tolle ist, wir haben die Möglichkeit, ihn dabei zu unterstützen.

Heute  ist der Darm dran – Je besser du verstehst, wie dein Körper funktioniert, desto weniger bist du auf irgendwelche skurrilen Empfehlungen oder kurzfristige Trends angewiesen. Statt blind angeblichen „Experten“ Glauben zu schenken, lernst du dich selbst einzuschätzen: Was tut mir wirklich gut? Was unterstützt dieses komplexe, fein abgestimmte System – und was eher nicht?

der Darm beeinflusst Stimmung, Immunsystem, Energie und Hormone

 

Der Darm ist für die Verdauung zuständig, das weiß so gut wie jeder. Er ist aber auch deine größte Immunzentrale und sogar das größte Hormonorgan des Körpers – wußtest du das?

 

 

 

Ein paar Zahlen, die zeigen, dass dein Darm ein echtes Schwergewicht ist:

Darmgesundheit in Zahlen: 7–8 Meter lang, 70 Prozent Immunzellen, über 20 Hormone täglich

Bevor es um konkrete Tipps geht, was du tun kannst, um unter anderen deine (Darm-)Gesundheit zu stärken, die Glückshormone anzukurbeln und wie du die Waage dann auch vergessen kannst, bringen wir erst mal Klarheit im Begriffe-Dschungel:

Darmflora, Mikrobiota, Mikrobiom – hier wird viel durcheinander geworfen, sogar von Fachleuten.

Unterschied zwischen Darmflora, Mikrobiota und Mikrobiom einfach erklärt

Präbiotika – Probiotika – Synbiotika

Präbiotika

Präbiotika - Futter für die guten Darmbakterien

sind das Futter für die Mikroorganismen, die Bakterien im Darm, die deine (Darm)-Gesundheit unterstützen, also das, was diese tollen Helfer zum Überleben brauchen – und daas finden sie vor allem in den Ballastoffen aus Gemüse, Vollkorn und Hülsenfrüchte.
Merkhilfe: PRÄ kommt VOR den Bakterien – das Futter muss da sein, bevor die Guten arbeiten können.

 

Probiotika

sind die lebenden Bakterien, die deinem Darm gut tun – zum Beispiel u.a. in Naturjoghurt, Kefir, fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder Kimchi und Kombucha.
Merkhilfe: PRO wie „Profis“ – die Bakterien selbst sind die Profis für deinen Darm.

Und am besten: Pro +Prä:

Synbiotika

Darmbakterien im Gleichgewicht durch probiotische und präbiotische Lebensmitte

Dein Darm profitiert am meisten, wenn er beides bekommt, Futter für die Bakterien und Bakterien selbst.

Vielfalt und Balance der Darmbakterien als Schlüssel für ein starkes Immunsystem

 

„Gut und böse“ – diese Bild schon ist hilfreich, aber auch etwas zu ungenau.
Entscheidend für deine Darmgesundheit:
Vielfalt der Darmbewohnter und ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen den einzelnen Bakterienarten
und genau das kannst du mit deiner täglichen Ernährung super beeinflussen – in beide Richtungen…

 

 

Brauche ich einen Stuhltest als Voraussetzung für meine darmgesunde Ernährung?

Hier kommt die Katze ins Spiel, denn diese Darmtests sind vor allem eines:
Völlig für die Katz‘ !!

Stuhltest - Test für das Mikrobiom - rausgeschmissenes Geld

Individuelle Ernährungsberatung sieht anders aus! Stuhltests sind teuer, verwirren  dich eher als dir Klarheit zu bringen. Sie enthalten alles andere als auf dich, deine Bedürfnisse und Vorlieben abgestimmte Empfehlungen.  Investiere deine Mäuse lieber in das richtige Darmfutter.

Und auch das Thema Darmkapseln und -Pulver:

sie alle enthalten die unterschiedlichsten Probiotika –
Aber brauchst du sie wirklich für deine Darmgesundheit?

Gute und schlechte Darmbakterien

Klare Antwort: Nope
Das Pulver, das dir von Influencern & Co. angepriesen wird, einfach blind zu bestellen, macht meist wenig Sinn. Die Studienlage zu Probiotika-Präparaten ist insgesamt dünn – wirklich aussagekräftige Studien mit klarem Nutzen gibt es bisher nur für ganz wenige, spezifische Bakterienstämme und Anwendungsfälle. „Probiotikum” ist eben nicht gleich „Probiotikum”.

Viel sinnvoller als ein Pulver: Iss so, dass auch deine hilfreichen Bakterien Vollgas geben können – weil’s ihnen einfach schmeckt. Mit der richtigen Mischung aus Ballaststoffen, fermentierten Lebensmitteln und einer bunter Vielfalt von Gemüse und Obst fütterst du genau die Mitbewohner, die du willst – und sorgst so für Vielfalt und Gleichgewicht in deinem Mikrobiom und dann „schadet“ auch mal Soulfood wie Schoki und Chips nicht wirklich.
Fakt ist: Kein Pulver kann das ersetzen, was ein vielfältiger, bunter Teller jeden Tag für deinen Darm tut.

Findest du das bis hier interessant? Dann sei gespannt auf Teil 2, da gibt es dann ganz konkrete Tipps wie du deine Mitbewohner verwöhnen kannst, und glaub‘ mir, das verwöhnt auch deinen Gaumen. Wir treffen dann übrigens auch den Elefant wieder 😉

Und wenn du nicht bis dahin warten willst, deine Darmgesundheit auf Vordermann zu bringen, dann melde dich gerne für ein kostenloses Erstgespräch – ich freue mich auf dich!